Landi Aachtal
Baumschnitt
Wir bieten unseren Mostobstproduzenten einen fachgerechten Baumschnitt zu Selbstkostenpreisen an. Denn gepflegte Hochstammbäume geben mehr Ertrag.

Warum
Für die aufwendige Baumpflege steht oft keine Zeit zur Verfügung oder das Know-how und die notwendigen Hilfsmittel sowie Maschinen für einen fachgerechten Baumschnitt fehlen. 


Wer arbeitet mit

Die mehrköpfige Gruppe, die Hochstammbäume von Mostobstproduzenten zurückschneidet, besteht teilweise aus Leuten, die bei der Landi Aachtal angestellt sind, und zum Teil aus Landwirten, denen die Pflege der Hochstämmer besonders Freude bereiten.

Gerne bieten wir Ihnen unsere Dienstleistung an.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Urs Huber
Tel.               071 411 19 22 / 079 631 68 00
E-Mail           u.huber@landi-aachtal.ch





Zeitungsartikel vom 23. Februar 2011

Mit der Säge den Süssmost retten


Durch einen fachgerechten Schnitt sollen die Hochstammobstbäume in der Region Amriswil wieder mehr Ertrag bringen. (Bild: Bild: Rita Kohn)

OBERAACH. Die Landi Aachtal will etwas für das heimische Apfelsaftkonzentrat tun. Sie bietet Mostobstproduzenten einen fachgerechten Baumschnitt zu Selbstkostenpreisen an. Denn gepflegte Hochstammbäume geben mehr Ertrag.

Rita Kohn

«Wir müssen etwas dafür tun, wenn wir unseren Rohstoff längerfristig sichern wollen», sagt Urs Huber, Geschäftsleiter der Landi Aachtal. Eine schlechte Mostobsternte im vergangenen Herbst habe ihm vor Augen geführt, dass die bisher kaum gefährdete Eigenversorgung mit Apfelsaftkonzentrat nicht in Stein gemeisselt sei.

Allerdings habe das vergangene Jahr auch aufgezeigt, dass ein Teil des Ernteausfalls durch eine konsequente Pflege der Hochstammobstbäume hätte verhindert werden können.

«Dort, wo die Bäume gepflegt waren, gab es auch im vergangenen Herbst einen Ertrag.» Jene Bäume, die seit längerem nicht mehr geschnitten worden seien, hätten hingegen kein Obst getragen.

Aufwendige Pflege

Im Gespräch mit den Obstbauern sei deutlich geworden, dass vielen von ihnen die Zeit dafür fehlt, die Hochstämmer zu pflegen. «Früher haben auf einem Hof mehrere Generationen zusammengearbeitet. Da hatte der Baumschnitt im Zeitbudget noch Platz», zieht Urs Huber ein Résumé.

Dazu kommt, dass immer mehr Landwirtschaftsbetriebe als Nebenerwerbsbetriebe geführt werden und deshalb kaum mehr Zeit für die intensive Pflege der Hochstämmer bleibe. Ausserdem gehe es nicht jedem Obstbauer gleich gut von der Hand, seine Hochstammbäume zurückzuschneiden.

Hilfe anbieten

«Das Konzentrat aus Hochstammobst ist vom Säuregehalt her besser für die Süssmostproduktion geeignet als jenes, das aus Tafelobst gewonnen wird», sagt Urs Huber.

Um zu verhindern, dass immer mehr Produzenten auf das einfacher zu handhabende Tafelobst umsteigen, hat die Landi-Tochter Pomog AG einen Baumschneideservice in ihr Programm aufgenommen. Mit grossem Erfolg, wie Huber erfreut feststellt.

Über 1000 Bäume

Die mehrköpfige Gruppe, die zum Selbstkostenpreis die Hochstammbäume von Mostobstproduzenten zurückschneidet, besteht teilweise aus Leuten, die bei der Landi Aachtal angestellt sind, und zum Teil aus Landwirten, denen die Pflege der Hochstämmer besonders Freude bereitet.

«Einer unserer Männer hat im Arenenberg einen Spezialkurs besucht», so Huber. So sei die Truppe mit viel Fachwissen unterwegs. Bis jetzt hätten über 1000 Hochstämmer in der Region gepflegt werden können. Bis im Frühjahr sei das Angebot nun ausgebucht.

Nun hofft Urs Huber, dass die Witterung dem Projekt keinen Strich durch die Rechnung macht. Denn geschnitten wird nur, wenn es nicht in Strömen regnet oder intensiv schneit. Dann wäre es zu gefährlich, auf die Bäume zu steigen. «Und sobald die Bäume austreiben, ist es zu spät für einen Schnitt.»